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Deckenbild im historischen Zuschauerraum

des Schauspielhauses Neubrandenburg, 1997 / 2019

Größe: 14 x 8 Meter, Kasein-Öl Technik auf Holz

Produktionszeit: Dezember 1996 - Mai 1997

Rekonstruktionsarbeiten im Sommer 2019

Das Schauspielhaus ist eines der ältesten Gebäude Neubrandenburgs. Als "Neues Komödienhaus" erstmals erwähnt, ist der einfache Fachwerkbau 1794 fertig gestellt worden. 100 Jahre als Theater genutzt fristete er für die nächsten 100 Jahre als Anstalt für Bewegungskuren, Vulkanisierwerkstatt, Motorradmontagehalle, Gemeindesaal und Schneiderwerkstatt bis 1990 ein eher stilles Dasein in Zweckentfremdung.

Nach der aufwendigen Sanierung 1994 wurde ich mit dem Entwurf und der Ausführung eines Deckenbildes auf einer Fläche von 14 x 8 Metern beauftragt. Ausgehend von Studien vergleichbarer Deckengemälde aus der Barockzeit untersuchte ich insbesondere das Deckenbild von GiambattistaTiepolo im Würzburger Schloss. Wie in Würzburg verzichtete ich weitgehend auf architektonische Elemente und konzentrierte mich auf vier figürliche Themengruppen an den vier Seiten des Bildes. Diese vier Ensembles sind so angelegt, dass sie auch aus allen Betrachtungswinkeln gut funktionieren. 

Für die vier Gruppen gab es Arbeitstitel, um die sich die Arbeit assoziativ bewegte (Büchersturm, Frauen, Karawane und Clowns). Die Gruppen sind an den Rändern eines Sturms angeordnet, der sich in der Mitte zusammenzieht. Die Seitenbilder können als Zukunftsvisionen gelesen werden und sind mit vielen Figurenzitaten aus der Theaterwelt bereichert. Die Gesamtkomposition ist wie ein orientalischer Garten an eine Decke gespiegelt, mit vier Seiten und vier Seiten der Welt.

Deckenbild im historischen Schauspielhaus Neubrandenburg 1997 / 2019   Ansicht von der BühnenseiteDeckenbild im historischen Schauspielhaus Neubrandenburg 1997 / 2019 Ansicht von der Bühnenseite